Berliner Polizei hörte 2007 fast 1 Million Telefongespräche ab

Juni 25, 2008

Eben gefunden:

Heise.de News 24.06.2008 20:20
http://www.heise.de/newsticker/Bericht-Berliner-Polizei-hoerte-2007-fast-1-Million-Telefongespraeche-ab–/meldung/109935/

Bericht: Berliner Polizei hörte 2007 fast 1 Million Telefongespräche ab

„Die Berliner Polizei soll im Vorjahr nach Angaben von „Morgenpost online“ fast eine Million Telefongespräche abgehört haben. Dabei wurden nach Angaben der Justizverwaltung die Telefone von 1100 Berlinern überwacht. Im Jahr zuvor waren noch 540 Berliner davon betroffen, berichtet das Internet-Portal der Berliner Morgenpost. Die meisten Anschlüsse wurden bis zu vier Wochen abgehört, zwei Anschlüsse allerdings zehn Monate lang, in einem Fall soll die Polizei sogar 14 Monate lang mitgehört haben.“

Das sind sicherlich alles berechtigte Fälle, lauter Schwerverbrecher und Terr*risten, keine Frage.

Wieviel Personal braucht man, so viele Personen über zum Teil sehr lange Zeit zu überwachen?
Machen das normale Polizisten neben ihren sonstigen Aufgaben?
Machen das normale Polizisten unter Vernachlässigung ihrer früheren Aufgaben?
Hat man das als Lohnauftrag nach draussen gegeben? Eventuell an die Telekom?
Hat man massenhaft neue Stellen ausgeschrieben („Für unseren neuen STASI 2.0 Relaunch suchen wir motivierte Mitarbeiter“)? Ist mir nicht aufgefallen.
Hat man Arbeitslose auf 1-Euro-Basis zwangsverpflichtet?
Wo sitzen alle diese Telefonüberwacher? In der Normannenstrasse?

Im Stasi-Film „Das Leben der Anderen“ konnten wir sehen, wie schlimm und moralisch fragwürdig und verlogen doch die Zeit damals gewesen ist. Das ist mit heute natürlich nicht zu vergleichen.

Fragen über Fragen.
Wer Antworten weiss, bitte einen Kommentar hinterlassen. Danke.


Biermann und der Bundespräsident

Juni 21, 2008

Freitagmorgen, 20.06.2008, Interview mit Wolf Biermann im Deutschlandfunk.

Herr Biermann lobt den Bundespräsidenten Horst Köhler überschwänglich und lässt an der Gegenkandidatin Gesine Schwan kein gutes Haar.

Und wenn man schon dabei ist, Seitenhiebe auf die SPD nicht vergessen, und noch kurz Herrn Beck ans Bein pinkeln.

Wie ich so zuhöre, denke ich so bei mir

… wie wird man Interviewpartner beim Deutschlandfunk um dann derart kritiklos und unfundiert seine private Meinung in der Öffentlichkeit verbreiten zu dürfen?

… der Herr Biermann ist alt gerworden. Mit dem kritischen Denken scheint es nicht (mehr) weit her zu sein.

… warum lobt Herr Biermann Herrn Köhler über alles? Bezieht sich sogar ausdrücklich auf seine letzte Rede.

… Hat Herr Biermann die Rede vielleicht gar nicht gehört oder gelesen?

… Fällt ihm denn gar nichts auf?
… Warum tutet er in das `neuliberale´ Horn?
… Wessen Interessen vertritt Herr Biermann?

Fragen über Fragen. Ich bin ratlos.

Hallo Herr Biermann, was ist los mit Ihnen?

Falls Sie sich doch noch in Ansätzen mit der Rede und der Denkweise des amtierenden Bundespräsidenten auseinadersetzen möchten, sei zum Einstieg folgende kritische Besprechung empfohlen:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=3287

18. Juni 2008 um 8:51 Uhr
Bewerbungsrede aus abgehobener Warte
Horst Köhler genießt nach letzten Umfragen unter allen Politikern das höchste Ansehen. Ob ihm aber die Bürgerinnen und Bürger jemals zugehört haben? Hätten Sie ihm jemals zugehört, dann müssten sie feststellen, dass er eine Meinung vertritt und politische Ziele postuliert, die von der überwiegenden Mehrheitsmeinung der Bürgerinnen und Bürgern diametral abweicht. So auch in seiner Berliner Rede 2008, die eigentlich keine Rede an die Bevölkerung war, sondern die Rede eines schwarz-gelben Präsidenten, der um die Anhänger des Agenda-Kurses bei Rot und Grün warb. . . .

Unglaublich …