Biermann und der Bundespräsident

Freitagmorgen, 20.06.2008, Interview mit Wolf Biermann im Deutschlandfunk.

Herr Biermann lobt den Bundespräsidenten Horst Köhler überschwänglich und lässt an der Gegenkandidatin Gesine Schwan kein gutes Haar.

Und wenn man schon dabei ist, Seitenhiebe auf die SPD nicht vergessen, und noch kurz Herrn Beck ans Bein pinkeln.

Wie ich so zuhöre, denke ich so bei mir

… wie wird man Interviewpartner beim Deutschlandfunk um dann derart kritiklos und unfundiert seine private Meinung in der Öffentlichkeit verbreiten zu dürfen?

… der Herr Biermann ist alt gerworden. Mit dem kritischen Denken scheint es nicht (mehr) weit her zu sein.

… warum lobt Herr Biermann Herrn Köhler über alles? Bezieht sich sogar ausdrücklich auf seine letzte Rede.

… Hat Herr Biermann die Rede vielleicht gar nicht gehört oder gelesen?

… Fällt ihm denn gar nichts auf?
… Warum tutet er in das `neuliberale´ Horn?
… Wessen Interessen vertritt Herr Biermann?

Fragen über Fragen. Ich bin ratlos.

Hallo Herr Biermann, was ist los mit Ihnen?

Falls Sie sich doch noch in Ansätzen mit der Rede und der Denkweise des amtierenden Bundespräsidenten auseinadersetzen möchten, sei zum Einstieg folgende kritische Besprechung empfohlen:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=3287

18. Juni 2008 um 8:51 Uhr
Bewerbungsrede aus abgehobener Warte
Horst Köhler genießt nach letzten Umfragen unter allen Politikern das höchste Ansehen. Ob ihm aber die Bürgerinnen und Bürger jemals zugehört haben? Hätten Sie ihm jemals zugehört, dann müssten sie feststellen, dass er eine Meinung vertritt und politische Ziele postuliert, die von der überwiegenden Mehrheitsmeinung der Bürgerinnen und Bürgern diametral abweicht. So auch in seiner Berliner Rede 2008, die eigentlich keine Rede an die Bevölkerung war, sondern die Rede eines schwarz-gelben Präsidenten, der um die Anhänger des Agenda-Kurses bei Rot und Grün warb. . . .

Unglaublich …

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