Die Geschichte wiederholt sich …

August 31, 2008

… und keiner merkt was.

Wie war denn das vor 70 oder 80 Jahren?

Richtig, anstatt gemeinsam gegen die Rechten zu stehen, bekämpften sich die Linken lieber gegenseitig bis aufs Messer – Sozialisten, Kommunisten, SPD, KPD, …

Mit Billigung der Rechten und Unterstützung durch die Medien sind dann die braunen Horden in Parlament und Regierung eingezogen.
Die Folgen sind bekannt: Krieg und Verderben überzog unser Land und die gesamte Welt.

Die Linken insgesamt haben nicht viel dagegen gesetzt – sie waren ja mehr mit sich selbst und ihrer Selbstzerfleischung beschäftigt.

Und heute?

Na so ein Zufall aber auch, heute sieht es sehr ähnlich aus!
Natürlich liegen die Details etwas anders, aber die grobe Richtung stimmt!

Die Rechten schüren über die gleichgeschaltete neoliberale Presse die Konflikte der allgemeinen Linken, die SPD springt über jedes, wirklich jedes Stöckchen, das die CDU hinhält. Und die Partei der Linken wird in den Medien mit übler populistischer Propaganda als populistisch hingestellt.

Die CDU weiß um die Gefahr einer sich zusammenfindenden erstarkenden Linken, daher das nicht nachlassende Medienbombardement gegen SPD und Linke Partei.
Teile und herrsche!

Und während die linken Parteien in bewährter Weise lustvoll mit nichts anderem als mit ihren internen Grabenkämpfen beschäftigt sind, werden im Wechsel die von Lobbyisten geschriebenen neoliberalen Feudalismus-Gesetze und sonstige Überwachungs- und BKA-Ermächtigungsgesetzte durchgewunken und stellt sich die neoliberale Kanzlerin im ausschließlich US-amerikanischen NWO-Interesse öffentlich als Kriegstreiberin gegen Russland auf.

Hallo Herr Beck?
Sind Sie noch da? Können Sie vielleicht bitte mal aufwachen?

Beenden Sie dieses gefährliche Spiel, distanzieren Sie sich und Ihre Partei von der neoliberalen Politik und weisen Sie diese gegen ihr eigenes Staatsvolk regierende Kanzlerin in ihre Schranken! Beenden SIe diese neoliberale Regierungskoalition.

Ein Mißtrauensvotum wird funktionieren, wenn Sie endlich mit der Partei der Linken sowie anderen Oppositionskräften Einigkeit erreichen. Sie müssen ja keine Freunde werden, aber ein Zweckbündnis zur Verhinderung eines Weltkriegs müsste doch machbar sein.

Machen Sie Ihr Ding und lassen Sie sich doch nicht von der Medienmeute jeden Tag aufs neue durchs Dorf treiben. Meine Güte!

Oder sollte ich mich irren, und Sie und Ihre SPD sind längst neoliberales Anhängsel geworden, das nur noch zur Belustigung des Volkes ein paar ablenkende Auftritte im Kasperletheater gibt?


Bundeswehrsoldaten werden knapp

August 29, 2008

Heute in der Presse.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28610/1.html

Der Bundeswehr hat wohl massive Personalprobleme. Und es fehlt an Nachwuchs.

Endlich zwischendurch mal eine gute Nachricht!

Und die Rettung vor dieser fürchterlich schlimmen und die globale Kriegsführung ärgerlicherweise behindernden Personalunterdeckung könnte so nah sein:
Vielleicht könnten zum Ausgleich die älteren Kriegsbefürworter, Kriegshetzer und Kriegsgewinnler in Regierung und Lobbywirtschaft zur Abwechslung mal ihren eigenen Nachwuchs an die Front schicken?

Wie sieht es denn diesbezüglich – beispielsweise – bei den Großfamilien Mohn und Springer aus? Und haben die Merkels, Strucks, Schäubles oder Dr. Franz Josef Jungs keine Kinder oder wenigstens irgendwelche Nichten oder Neffen? Freiwillige vor!
Und die jüngeren, beispielsweise solche Gestalten wie Nahles und Missfelder — wie wäre es mit einem eigenen freiwilligen Jahr in Afghanistan? Mal richtig in Eigenverantwortung gehen? Bestimmt würden auch ein paar dynamische Jung-Manager aus dem INSM/Bertelsmann-Umfeld gern mitgehen. So als positives Vorbild, oder so?

Nein?
Niemand?
Na ja, habe ich mir schon fast gedacht …

Ist halt letztlich doch eher was für Unterschichtenkinder, als für selbsternannte Pseudo-Eliten, nicht wahr?
War ja schließlich in allen bisherigen Kriegen noch nie anders.


Nicht ewig in der Ursachenforschung verharren

August 20, 2008

„Georgische Truppen hatten am 7. August eine Offensive gegen die abtrünnige Provinz Südossetien gestartet. Russland, das sich als Schutzmacht Südossetiens begreift, entsandte umgehend reguläre Einheiten zur Verstärkung der dort stationierten Friedenstruppen. Diese marschierten auch tief in georgisches Kerngebiet ein.“ (Zitat sda)

Wie nah sind wir am Dritten Weltkrieg?

Noch sind wir im vorbereitenden Vorstadium der vordergründigen Kriegsgrundsuche, der Propaganda und Hetzte durch plumpe Wahrheitsverdrehungen seitens der Regierenden in ihrer Arroganz der Macht.

Passend dazu fordert Frau Merkel in der internationalen Öffentlichkeit
„nicht ewig in der Ursachenforschung zu verharren, sondern den Blick nach vorne zu richten“ und Georgien soll als Kriegsverursacher (trotzdem? dennoch? gerade deshalb?) Mitglied der NATO werden.

Na klar, bloß nicht mit der Realität auseinandersetzen, bei näherer auch noch so kurzer unvoreingenommener Beschäftigung mit der Georgienfrage würde der vermeintliche Kriegsgrund gegen Russland ja ansonsten in sich zusammenfallen und man müsste mühsam einen neuen konstruieren.

Diese arrrogante Ausspruch von der „ewigen“ Ursachenforschung ist in seiner Realitätsverweigerung und Negierung der offensichtlichen Tatsachen perfide und widerlich.
Interessanterweise kommt die Kanzlerin, wieder einmal, damit ungestreift durch – keiner fällt ihr hörbar ins Wort, nicht in den deutschen Medien, natürlich nicht bei ihren Ministerkollegen, aber auch nicht in der Opposition, auch nicht im Ausland.
Es ist eine Farce.

Eigentlich soll man ja nicht Vorsatz unterstellen, wo auch grenzenlose Dummheit als Erklärungsgrund hinreichend wäre.

Aber in diesem Fall:

Welchen und wessen wahnsinnigen Interessen, Einflüssen und Einflüsterungen unterliegt und folgt unsere neoliberale und permanent gegen das eigene Volk regierende Kanzlerin, daß sie unser Land und ganz Europa mit Offensiv-Rhetorik an den Rand eines Weltkriegs mit Russland reden möchte?
Warum muß der Westen Russland immer mehr und mehr umzingeln und einschnüren? Raketensysteme in Polen. Flottenaufmarsch im Persischen Golf, Georgien in die NATO. Einseitige Positionen, kompromisslose und eskalierende Reden, Scharfmachergetöse.
Was soll das alles? Was ist anderes damit beabsichtigt, als Spannungen stetig zu verstärken und zur Krise zu eskalieren und kräftig zu zündeln bis es knallt?
Zwei Weltkriege sind wohl nicht genug? Na ja, aller guten Dinge sind dann wohl eben drei.

Wie die Kanzlerin souverän mit unser aller Existenz spielt und jahrzehntelang funktionierende nachbarschaftliche Koexistenz mit wenigen Sätzen wegwischt!

Da erübrigt sich die leise schüchterne Frage, inwieweit sie hierzu eigentlich demokratisch legitimiert ist. Na ja, direkt wohl nicht, aber vielleicht irgendwie indirekt. Das ist ja das schöne an unserer indirekten Demokratie, dass die Herrschenden sich keiner direkten Wahl stellen müssen und sich alles erlauben können ohne direkte demokratische Kontrolle fürchten zu müssen.

Kommt einem da manches bekannt vor?
Wie lief denn das damals vor ca. 70 Jahren in Deutschland? Ja, richtig, da gabs doch auch irgendwie demokratische Wahlen. Und demokratisch abgenickte Gesetze, z.B. ein Ermächtigungsgesetz. Die Mehrheit war ganz demokratisch dafür.
Und die Überfälle auf Polen und Russland, nun ja, die hatten sich in der Folge dann halt eben irgendwie so ergeben. Irgendwie. Oder so. Und irgendeinen Kriegsgrund hatte man doch bestimmt sicher auch herbeigeredet. Und daß daraus dann ein Weltkrieg geworden ist, jo mei, das hat doch vorher keiner wirklich wissen wollen, nicht wahr?

Was kann der Mensch aus der Geschichte lernen?
Eigentlich nur, daß der Mensch wohl grundsätzlich nichts aus der Geschichte lernt.

Eine trostlose Erkenntnis. Leider aber wohl zutreffend.

Weiter so, Deutschland.

Lesenswerte Artikel hierzu bei Schall-und-Rauch: Actio et reactio („ferngesteuerter Hosenanzug“)
sowie bei Feynsinn: Merkel als außenpolitische Brandstifterin.


Schlosser und Bachelor

August 7, 2008

Folgender Auszug entstammt einem längeren Artikel von Jochen Hoff über die Globalisierung allgemein:
Die Globalisierung kannst du abheften

Nachdem der Neoliberalismus den Menschen die Achtung vor sich selbst genommen hat und sie immer wieder als jämmerliche Würstchen dastehen ließ, wird es schwer den Verlorenen neuen Mut zu geben. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es den Menschen ihre Berufe wieder zurück zu geben. Früher erlernte man einen Beruf um ihn ein Leben auszuüben. Selbstverständlich änderte sich die Welt auch früher ständig, aber ein Schlosser blieb ein Schlosser, weil er ständig dazu lernte.

Heute ändern sich die Berufsbezeichnung alle paar Jahre. Das bedeutet, das alte Qualifikationen plötzlich wertlos sind und neue sich in immer abstrusere Berufsbilder aufspalten, die weder alleine lebensfähig sind noch irgendwo in der Realität auftauchen. Dies wird von den IHKs zusammen mit gewissenlosen Bildungspolitikern wie Frau Schawan so gestaltet, damit niemand mehr Schlosser sein kann und im Endeffekt alle Hilfsarbeiter sind.

Ein Schlosser aber war ein Arbeiter der seinen Beruf konnte, zu dem auch ein Meister mal hin ging und um dessen Meinung fragte, weil ja Kompetenz eben hilfreich war. Dies wurde schon im Zusammenhang mit den Gastarbeitern aufgelöst und heute sind wir bei Produktionsschritten, die ein dressierter Affe oder ein Roboter erledigen kann.

In diesem Zusammenhang („… und neue sich in immer abstrusere Berufsbilder aufspalten …“) muss man auch die Zerschlagung der deutschen Universitäten sehen.

In einem Akt von vorauseilender Gleichschaltung wurden die bisherigen Studiengänge abgeschafft und durch denaturierte Micky-Mouse-Fächer ersetzt.
Und mit den Worten „Tja, das ist der Bolgona-Prozess, da kann man leider nichts machen …“ entziehen sich die verantwortlichen Bildungsminister und Universitätsleiter ihrer Verantwortung und verstecken sich hinter der kolletiven Verantwortungslosigkeit, die dieser weitere Auswuchs an undemokratischem Europa-Neoliberalismus bietet.

Den jungen Studierenden werden nun kurze stromlinienförmige Schnellbleichen vorgesetzt, die mit Wissenschaft, Forschung und Erkenntnisssuche nichts mehr zu tun haben, und mit denen man später beruflich nicht viel anfangen kann.

‘Bachelor’ – nicht mal ein deutsches Wort gibts dafur.

Wo kann man – beispielsweise – noch Rechtswissenschaft alter Art (Staatsexamen mit Befähigung zum Richteramt) umfassend studieren?
Oder Betriebswirtschaftslehre allgemein (BWL Diplom)?

Stattdessen werden minderwertig eingeschränkte Schnellbleichen ‘in nur 6 Semestern’ angeboten wie
- „Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen“
- „BWL Touristik“
- „Bachelor Unternehmensjurist“ (www.zeit.de/campus/online/2007/19/jura-studienreform)

Und dafür werden seit neuestem auch noch in manchen Bundesländern Studiengebühren verlangt, um zusätzlich auch über die soziale Auslese den Zugang zum Studium steuern zu können.

Man könnte meinen, es existiert eine konzertierte Aktion mit dem Ziel, Aufklärung und Bildung in der Bevölkerung allgemein runterzufahren durch stetigen Abbau im Schul- und Universitätswesen.

Demokratie funktioniert aber nur über Teilhabe gebildeter Bürger.

Aber wer will denn sowas. Zum Konsum der Bertelsmann-Medien (RTL, usw.) braucht man ja nicht studiert zu haben. Ein dummgehaltenes Volk ist doch viel leichter zu regieren.


Bananenrepublik Deutschland – Beispiel Verkehrsministerium

August 5, 2008

Man soll ja nicht vorbehaltslos alles glauben, was im neoliberalen Verlautbarungsblatt SPIEGEL steht, aber diesem Kurzartikel ‘Abkommen bremst Frachter’ (SPIEGEL 32/2008 (4.8.2008) auf Seite 15) unterstelle ich mal, dass er zutrifft:

Es gibt wohl ein neues internationales Abkommen zum Bunkeröl in der Schifffahrt, dem auch Deutschland beigetreten ist.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) soll sich um die damit verbundene Bürokratie kümmern: fällige Sicherheitsleistungen kassieren und Bescheinigungen ausstellen.

Das BSH meint für zusätzlichen Aufwand zusätzliches Personal zu benötigen.

Stattdessen schlägt der zuständige Referatlsleiter im Bundesverkehrsministerium „dem BSH … vor, zunächst nur die deutschen Anträge zu beartbeiten. Wenn der Rest liegenbliebe und die Schiffe dennoch in deutsche Gewässer führen, könne das BSH Bußgelder verhängen. Dies sei doch ein „lukratives Betätigungsfeld“.“

Und damit ist der Artikel zu Ende.

Interessant. Es drängt sich die Frage auf: ist dies nur ein Einzelfall, oder die Spitze eines Eisberges, die da zu sehen ist und uns einen kurzen unbeabsichtigten Blick auf den verrotteten Zustand unserer Exekutive gewährt?  Wohl eher letzteres.

Dieser Fall führt uns erneut deutlich vor Augen, daß dieses Staatsgebilde, das vor langer Zeit mal ein Rechtsstaat gewesen ist, inzwischen zur Bananenrepublik verkommen ist, in der aus Ministerien heraus offen und völlig ungeniert zu Behördenwillkür und zum vorsätzlichen Rechtsbruch aufgerufen wird.

Na ja, passt irgendwie ins Bild, das man sowohl von dieser Junta allgemein als auch von diesem Ministerium im besonderen unterschwellig wohl irgendwie immer schon hatte.

Pfui Teufel!