Auch die neue SPD ist nicht wählbar

September 12, 2008

Lesenswerter Artikel in der TAZ:

www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=me&dig=2008/09/11/a0078&type=98

Die Meister der Phrase

Steinmeier und Müntefering sind nicht die Retter der SPD – sondern das Krisensymptom ihrer Partei. In Zeiten des Abschwungs verkünden sie eine vage Aufschwungsrhetorik

Ulrike Herrmann, 11.09.2008

Frank-Walter Steinmeier ist ein Meister der Phrase. Den „Blick nach vorn“ will er richten, wenn er gefragt wird, wie er die SPD zu führen gedenkt. Oder er kündigt für die Zukunft an, „Antworten für die Zukunft“ zu suchen. Fehlt nur, dass er dem Wahlvolk erklärt, dass die Zukunft die Zukunft sei. Das wäre die knappste Form dieses Dadaismus.

Steinmeier ist durchaus kreativ, wenn es gilt, den eigenen Unsinn zu variieren. Wird er nach Plänen gefragt, verspricht er „Konzepte und Ideen“. Soll er seine Politik erläutern, will er „Entscheidungen treffen“. Und Kanzler möchte er übrigens werden, weil er sich das „zutraut“. So werden Synonyme zum Inhalt und Tautologien zum Prinzip.

Na super.

Da ist zunächst der alte Vorsitzende Kurt Beck mit vereinten Kräften durch eine Zusammenrottung eigener wie außenstehender Heckenschützen unter tatktäftiger Mithilfe der gleichgeschalteten Kampagnenpresse demontiert und aus dem Weg geräumt worden. Mobbing vom feinsten!

Und „das“ soll nun der Neuanfang sein.

Damit hat  sich die SPD endgültig zum Anhängsel des sogenannten ‘neuliberalen’ Zeitgeistes gemacht.

Keine eigenen Positionen, sondern nur noch dem herrschenden neoliberalen Mainstream hinterherlaufen.
Jede aus dem Dunstkreis der INSM angebotene Abstrusität dankbar aufnehmen und verstärken.
Sich bezüglich der politischen Ziele und ihrer Umsetzung immer schön unverbindlich hinter nichtssagendem ‘Neusprech’-Blahblah vestecken und dann still und heimlich zynisch an der Umsetzung neuer Überwachungs-, Unterdrückungs- und Aussaugungsregelungen arbeiten.

Ja, das Kapital ‘muß’ weiter entlastet werden, natürlich. Die selbsternannten ‘Eliten’ im In- und Ausland müssen noch mehr bereichert werden.

Ja, wer keinen ‘Job’ (früher hatte man das Stelle) hat, ist bestimmt selbst dran schuld und muss dafür bestraft, erniedrigt und dauerhaft erledigt werden.

Ja, jeder Abbau ‘richtiger’ fair bezahlter Stellen und 1:1 Umtausch in Niedrigstlohndumpingausbeutungs-Jobs wird beklatscht und bejubelt „Oh, seht doch nur, wie neue Arbeitsplätze geschaffen werden!“. Na klar, die Nettolohnsumme muß weiter sinken. Binnennachfrage? – was isn das?

Ja, und die, die noch auskömmliche Stellen haben oder kleine Betriebe, die werden in den Würgegriff genommen und dürfen das ganze bezahlen, bis ihnen selbst die Luft ausgeht, drangsaliert von immer mehr dummdreisten Bürokraten.

Ja, in unserem korrupten Staat sind Staatsbetriebe und Steuergelder nicht für die Bürger da, sondern stehen den herrschenden Schichten zur jederzeitigen eigenen freien Verfügung und werden unter dubiosen völlig intransparenten übelstriechend korruptionsbehafteten Umständen beliebig an Heuschrecken verhökert oder verschoben (Post, Telekom, Postbank, Bahn, Autobahnmaut, Bundesdruckerei, Rentenbeiträge, Gesundheitsfonds, IKB-Bank, Private-Public-Partnerships (hallo Herr Scharping!), eigentlich alle Großprojekte, bei denen sich irgendwie Geld abgreifen läßt, ohne daß es nach außen groß auffällt).
Immer nach dem Motto: Steuergelder sind dazu da, daß sich jemand aus Junta und Wirtschaft daran bereichern kann, nicht jedoch, um die öffentliche Infrastuktur und Versorgung für die steuerzahlenden Bürger zu sichern.

Dies ist, zusammengefasst, die zynische Politik der ‘Großen’ Koalition, und das ist auch die Politik der SPD, die das ganze teilweise selbst treibt, teilweise als angeblich Getriebene eifrig mitmacht, teilweise willig abnickt.

Das ganze wird sich nun sicher noch weiter verschieben, vom getrieben Mitmachen  zum aktiven Treiben. Die gestanzten ‘Neusprech’-Absonderungen der neuen Führungsfiguren lassen leider keinen anderen Schluß zu.

Die CDU war noch nie Volkspartei, die SPD ist seit einiger Zeit keine mehr.

Diese Partei SPD ist für den normalen Bürger nicht wählbar. Bisher schon nicht, aber jetzt erst recht nicht.

Da helfen auch keine bestellten Jubel-Umfrageergebnisse.

Das einzige, was man zur Entlastung der Person Steinmeier finden kann, war eine angenehme Distanziertheit, als Frau Merkel nach diesem kürzlich durch Georgien begonnenen Krieg die offene Kriegshetze gegen Rußland angestimmt hat. Für den Anfang ja nicht schlecht, reicht aber nicht aus, um insgesamt einen Staat führen zu wollen. Doch, Frieden nach aussen ist sehr wichtig, aber das innenpolitische Ziel, im eigenen Land KEINEN Feudalismus einführen zu wollen, ist auch sehr wichtig.


Filmtips

September 11, 2008

Hier ein paar Hinweise auf Filme, die einen in der heutigen Zeit daran erinnern können, dass die zugrundeliegenden Mechanismen im Zusammenspiel von Macht, Verlogenheit, Ideologie, Überwachung, Kireg, Unrecht, Recht und Freiheit scheinbar zeitlos sind.

1984, Klassiker von George Orwell

Why we fight – War sells – Die Kriegsgeschäfte der USA – German Arte-TV-Doku
http://video.google.de/videoplay?docid=-7774666473557571983
Ein sehenswerter Dokumentarfilm von Eugene Jarecki, 2005, in dem unter anderem auch McCain mit regierungskritischen Statements vorkommt. Man darf gespannt sein, ob er sich gelegentlich daran erinnern wird …

Unter falscher Flagge, von Frank Hoefer
über die Widerspruche zur offiziellen 9/11-Erklärungsversion
auf youtube.com

ENDGAME, von Alex Jones
Blueprint for global enslavement
auf youtube.com, video.google.de

Zeitgeist – the movie
http://www.zeitgeistmovie.com/
auf youtube.com

America – from Freedom to Fascism, von Aaron Russo
auf youtube.com

Good night and good luck
Ein US-amerikanischer Kinofilm über die McCarthy-Ära. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung zwischen dem Fernsehjournalisten Edward R. Murrow und dem Senator Joseph McCarthy.
http://www.film-zeit.de/home.php?action=result&sub=film&info=cinema&film_id=15995

Das Leben der anderen
Stasi 1.0


Von 4 Euro 40 leben …

September 5, 2008

Die Höhe der sozialen Mindestsicherung – Eine Neuberechnung „bottom up“ -
Friedrich Thießen, Christian Fischer

Prof. Dr. Friedrich Thießen, TU Chemnitz, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Zeitschrift für Wirtschaftspolitik (Lucius & Lucius, Stuttgart), Jg. 57 (2008), Heft 2 S. 145-173.
http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4/interessantes/Soziale_Mindestsicherung_2008_komplett.pdf

Eine interessante Studie, die zum Ergebnis kommt, dass eine „soziale Mindestsicherung“ von monatlich 132 Euro (Summe ohne Wohnungs-,
Strom- und Heizkosten) ausreiched ist und die bisherigen Regelsätze also viel zu hoch sind.

Wie unsere Neuberechnungen der sozialen Mindestsicherung zeigen, liegt der Regelsatz der Sozialhilfe bereits leicht oberhalb des Satzes, der noch mit den festgelegten Zielen der Mindestsicherung kompatibel ist. Selbst die Hälfte davon wäre immer noch damit kompatibel.

132 geteilt durch 30 macht 4,40 Euro pro Tag.

Eigentlich hat Fefe mit wenigen treffenden Worten bereits alles nötige hierzu gesagt: http://blog.fefe.de/?ts=b63e88d0

Ich möchte dennoch etwas weiter vertiefen:

Die ganze Veröffentlichung atmet den Zynismus derer, die sich in ihrem gestelzten kalten Wissenschafts-Sprech über die Opfer dieser Berechnungen sehr erhaben fühlen müssen. Ob die Berechnungsergebnisse auch dann so knallhart niedrig ausgefallen wären, wenn der Herr Professor nicht reichlich alimentiert (aus Steuermitteln, nehme ich an) in seiner warmen Professorenklause sitzen würde, sondern selbst betroffen wäre?

Lesenswert die Schlußfolgerungen:

Dabei könnte anstatt auf immer höhere Geldleistungen zu setzen, auch an Beratungs- und Sachleistungen als Hilfen zu einem insgesamt besseren Leben … gedacht werden.

Ja, genau, zusätzlich zur der bereits vorhandenen exzessiven Hartz4-Bürokratie nun noch weitere zusätzliche ‘Berater’. Je höher der obrigkeitliche Gängelungsgrad, desto ‘insgesamt besser’ das Leben. Interessanter Ansatz.

Im Weiteren könnte an die Koppelung von Transferzahlungen an Gegenleistungen gedacht werden.
Studenten der Chemnitzer Technischen Universität haben eine ganz starke Präferenz für diese Weiterentwicklung der deutschen Sozialsysteme offenbart: Transferzahlungen erhält, wer sich der Gemeinschaft im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Verfügung stellt.

Na ja, das ist zwar keine so ganz neue Erkenntnis, aber schön, wenn auch Studenten drauf kommern. Ganz abstrakt gesehen nannte man das vor nicht allzu langer Zeit ‘Arbeit gegen angemessenen und fairen Lohn, von dem man sich und seine Familie gut versorgen kann (über professoral errechnete Mindestsätze hinaus)’. War mal ein Grundprinzip unserer Gesellschaft, gibt es aber heute leider immer weniger.

Aber das war gar nicht gemeint, nicht wahr? Sondern Zwangsarbeit? Für 132 Euro?

Ja, aber auch das ist doch nicht neu. Sowas gab es doch noch früher und nannte sich Leibeigenschaft und  Schuldknechtschaft. Feudalismus war schließlich ein über Jahrhunderte bewährtes Gesellschafts- und Geschäftsmodell. Das hässliche Wort ‘Sklaverei’ wollen wir hier mal nicht verwenden.
Immerhin kommen die Leute nicht auf dumme Gedanken, wenn sie den ganzen Tag wie ein Arbeiter beschäftigt sind und permanent auf Trab gehalten werden, zu einem ‘Stundenlohn’ von immerhin ca. 75 Cent. Und in der Freizeit die zusätzliche o.a. ‘Beratung’ nicht vergessen.
Mal ehrlich, Herr Professor, wie lange müssen Sie für 132 Euro netto arbeiten? Und würden Sie sich gern fürsorglich zwangsberaten lassen wollen?

Wieviele steuerfinanzierte Personentage hat es wohl gekostet, auf den Cent genau nachzurechnen, zu welchen Minimumsätzen ein Feudalsystem betrieben werden kann, aus dem für den entwürdigten und entmündigten Einzelmenschen und seine Kinder kein Entrinnen mehr möglich ist?

Dieses wissenschaftliche Ergebnis wird bestimmt von kompetenter Seite (INSM und Regierung) entsprechend aufgegriffen werden.

Nach entsprechender öffentlicher Kritik ist die Studie nun mit einer Präambel versehen, die für sich selbst spricht:

„In der Studie werden daraus keine Konsequenzen abgeleitet“

Aber ‘Schlußfolgerungen’ gezogen.

„Es war vielmehr Absicht, einen Beitrag zur Verbesserung der Situation vieler Menschen zu leisten.“

ROFL. Na klar, mit noch weniger Geld gehts doch gleich viel besser. Gehts noch zynischer? Ist das als Bewerbungsschreiben bei der INSM gedacht?

Und dann noch den Lesern kritischer Beiträge eins vors Schienbein getretren:

(Die Leser der) … „vielen einseitigen und spektakulären Pressemeldungen auch im Internet (werden) als Person … von den Medien benutzt, damit diese mehr und teurer Werbung verkaufen können.“

So ein Unsinn. Hier ist keine Werbung. Und bei Fefe auch nicht. Nur weil SPON werbehinterlegt ist, kann doch nicht jede Kritik als bloße Werbemaßnahme abgetan werden. Allein die Qualität dieses ‘Arguments’ wirft ein bezeichnendes Licht auf die Qualität der gesamten Studie.

>>> Update am 10. September:

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/080910%20Beachtung%20einer%20Studie%20der%20TU%20Chemnitz.pdf

Lutz Hausstein und Florian Krahmer gehen in Einzelheiten auf die inhaltlichen Widersprüche und mögliche Ziele dieser zynischen und menschenverachtenden Ausarbeitung ein.

Offensichtlich ist, daß ohnehin Ausgegrenzte und Ausgeschlossene weiter fertig gemacht werden sollen.

Saubere Wissenschaft, die dafür die Pseudoargumente liefert …

>>> Update 2 am 11. September:

die Studie hat sich inzwischen aufgelöst – es gibt unter dem o.a. Originallink bei der TU Chemnitz nur noch die einseitige Präambel zu sehen (deren letzter Absatz mit der Leserbeschimpfung und der Lügenbehauptung mit der Werbung inzwischen auch weggekürzt worden ist).

Sauberes wissenschaftliches Vorgehen, diese Selbstzensur. Hahaha.


Bundeswehrsoldaten werden knapp

August 29, 2008

Heute in der Presse.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28610/1.html

Der Bundeswehr hat wohl massive Personalprobleme. Und es fehlt an Nachwuchs.

Endlich zwischendurch mal eine gute Nachricht!

Und die Rettung vor dieser fürchterlich schlimmen und die globale Kriegsführung ärgerlicherweise behindernden Personalunterdeckung könnte so nah sein:
Vielleicht könnten zum Ausgleich die älteren Kriegsbefürworter, Kriegshetzer und Kriegsgewinnler in Regierung und Lobbywirtschaft zur Abwechslung mal ihren eigenen Nachwuchs an die Front schicken?

Wie sieht es denn diesbezüglich – beispielsweise – bei den Großfamilien Mohn und Springer aus? Und haben die Merkels, Strucks, Schäubles oder Dr. Franz Josef Jungs keine Kinder oder wenigstens irgendwelche Nichten oder Neffen? Freiwillige vor!
Und die jüngeren, beispielsweise solche Gestalten wie Nahles und Missfelder — wie wäre es mit einem eigenen freiwilligen Jahr in Afghanistan? Mal richtig in Eigenverantwortung gehen? Bestimmt würden auch ein paar dynamische Jung-Manager aus dem INSM/Bertelsmann-Umfeld gern mitgehen. So als positives Vorbild, oder so?

Nein?
Niemand?
Na ja, habe ich mir schon fast gedacht …

Ist halt letztlich doch eher was für Unterschichtenkinder, als für selbsternannte Pseudo-Eliten, nicht wahr?
War ja schließlich in allen bisherigen Kriegen noch nie anders.


Schlosser und Bachelor

August 7, 2008

Folgender Auszug entstammt einem längeren Artikel von Jochen Hoff über die Globalisierung allgemein:
Die Globalisierung kannst du abheften

Nachdem der Neoliberalismus den Menschen die Achtung vor sich selbst genommen hat und sie immer wieder als jämmerliche Würstchen dastehen ließ, wird es schwer den Verlorenen neuen Mut zu geben. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es den Menschen ihre Berufe wieder zurück zu geben. Früher erlernte man einen Beruf um ihn ein Leben auszuüben. Selbstverständlich änderte sich die Welt auch früher ständig, aber ein Schlosser blieb ein Schlosser, weil er ständig dazu lernte.

Heute ändern sich die Berufsbezeichnung alle paar Jahre. Das bedeutet, das alte Qualifikationen plötzlich wertlos sind und neue sich in immer abstrusere Berufsbilder aufspalten, die weder alleine lebensfähig sind noch irgendwo in der Realität auftauchen. Dies wird von den IHKs zusammen mit gewissenlosen Bildungspolitikern wie Frau Schawan so gestaltet, damit niemand mehr Schlosser sein kann und im Endeffekt alle Hilfsarbeiter sind.

Ein Schlosser aber war ein Arbeiter der seinen Beruf konnte, zu dem auch ein Meister mal hin ging und um dessen Meinung fragte, weil ja Kompetenz eben hilfreich war. Dies wurde schon im Zusammenhang mit den Gastarbeitern aufgelöst und heute sind wir bei Produktionsschritten, die ein dressierter Affe oder ein Roboter erledigen kann.

In diesem Zusammenhang („… und neue sich in immer abstrusere Berufsbilder aufspalten …“) muss man auch die Zerschlagung der deutschen Universitäten sehen.

In einem Akt von vorauseilender Gleichschaltung wurden die bisherigen Studiengänge abgeschafft und durch denaturierte Micky-Mouse-Fächer ersetzt.
Und mit den Worten „Tja, das ist der Bolgona-Prozess, da kann man leider nichts machen …“ entziehen sich die verantwortlichen Bildungsminister und Universitätsleiter ihrer Verantwortung und verstecken sich hinter der kolletiven Verantwortungslosigkeit, die dieser weitere Auswuchs an undemokratischem Europa-Neoliberalismus bietet.

Den jungen Studierenden werden nun kurze stromlinienförmige Schnellbleichen vorgesetzt, die mit Wissenschaft, Forschung und Erkenntnisssuche nichts mehr zu tun haben, und mit denen man später beruflich nicht viel anfangen kann.

‘Bachelor’ – nicht mal ein deutsches Wort gibts dafur.

Wo kann man – beispielsweise – noch Rechtswissenschaft alter Art (Staatsexamen mit Befähigung zum Richteramt) umfassend studieren?
Oder Betriebswirtschaftslehre allgemein (BWL Diplom)?

Stattdessen werden minderwertig eingeschränkte Schnellbleichen ‘in nur 6 Semestern’ angeboten wie
- „Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen“
- „BWL Touristik“
- „Bachelor Unternehmensjurist“ (www.zeit.de/campus/online/2007/19/jura-studienreform)

Und dafür werden seit neuestem auch noch in manchen Bundesländern Studiengebühren verlangt, um zusätzlich auch über die soziale Auslese den Zugang zum Studium steuern zu können.

Man könnte meinen, es existiert eine konzertierte Aktion mit dem Ziel, Aufklärung und Bildung in der Bevölkerung allgemein runterzufahren durch stetigen Abbau im Schul- und Universitätswesen.

Demokratie funktioniert aber nur über Teilhabe gebildeter Bürger.

Aber wer will denn sowas. Zum Konsum der Bertelsmann-Medien (RTL, usw.) braucht man ja nicht studiert zu haben. Ein dummgehaltenes Volk ist doch viel leichter zu regieren.


Ein neues Weblog …

Dezember 22, 2007

Ein neues Weblog.

Mal sehen, was daraus wird.

Mit zunehmender Repression und Druck auf die Bürgerrechte in Deutschland wächst der Bedarf an Gegen-Öffentlichkeit.

Vor allem, wenn die Presse sich selbst gleichschaltet und immer unwichtigeren Kleinigkeiten immer mehr Raum gibt, über den eigentlich skandalösen fortschreitenden Abbau an Bürgerrechten Rechtstaatlichkeit jedoch zunehmend schweigt.

Und auch der SPIEGEL ist Teil der gleichgeschalteten Presse, bei einem BERTELSMANN-kontrollierten Anteil von über 25%.

Vielen Dank an WORDPRESS für das Zur-Verfügungstellen dieser Plattform. Im Ausland ist das Recht auf freie Meinungsäusserung wahrscheinlich besser aufgehoben als in Deutschland.