Filmtips

September 11, 2008

Hier ein paar Hinweise auf Filme, die einen in der heutigen Zeit daran erinnern können, dass die zugrundeliegenden Mechanismen im Zusammenspiel von Macht, Verlogenheit, Ideologie, Überwachung, Kireg, Unrecht, Recht und Freiheit scheinbar zeitlos sind.

1984, Klassiker von George Orwell

Why we fight – War sells – Die Kriegsgeschäfte der USA – German Arte-TV-Doku
http://video.google.de/videoplay?docid=-7774666473557571983
Ein sehenswerter Dokumentarfilm von Eugene Jarecki, 2005, in dem unter anderem auch McCain mit regierungskritischen Statements vorkommt. Man darf gespannt sein, ob er sich gelegentlich daran erinnern wird …

Unter falscher Flagge, von Frank Hoefer
über die Widerspruche zur offiziellen 9/11-Erklärungsversion
auf youtube.com

ENDGAME, von Alex Jones
Blueprint for global enslavement
auf youtube.com, video.google.de

Zeitgeist – the movie
http://www.zeitgeistmovie.com/
auf youtube.com

America – from Freedom to Fascism, von Aaron Russo
auf youtube.com

Good night and good luck
Ein US-amerikanischer Kinofilm über die McCarthy-Ära. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung zwischen dem Fernsehjournalisten Edward R. Murrow und dem Senator Joseph McCarthy.
http://www.film-zeit.de/home.php?action=result&sub=film&info=cinema&film_id=15995

Das Leben der anderen
Stasi 1.0


Bananenrepublik Deutschland – Beispiel Bundesdruckerei

September 10, 2008

http://www.heise.de/newsticker/Bund-kauft-Bundesdruckerei–/meldung/115697

Bund kauft Bundesdruckerei

Ist ja im Prinzip nicht schlecht, wenn sicherheitsrelevante Themen wie biometrische Ausweise vom Staat selbst erledigt werden und nicht an profitgeile Heuschrecken ausgelagert werden, bei denen eine Zweitverwertung der anvertrauten Daten nicht ausgeschlossen werden kann.

Auch wenn die Erkenntnis spät kommt. Und diese Erkenntnislage ist im Grundsatz doch seit hundert Jahren dieselbe. Ich habe vor 8 Jahren nicht verstanden, warum der Verkauf sein musste.
Und wenn diese Erkenntnis heute so richtig ist, dann haben die Verantwortlichen vor 8 Jahren mit ihrer grundlosen Privatisierung Verheuschreckung wohl offensichtlich einen schweren Fehler begangen.

Und wie es sich für eine Bananenrepublik gehört, stinken die konkreten Umstände mal wieder nach dem üblichen Gemisch aus Unfähigkeit und Korruption.

Als die Bundesdruckerei im Jahre 2000 für eine Milliarde D-Mark an die britische Investorengruppe Apax Partners verkauft wurde, galt das Geschäft als großer Erfolg der rot/grünen Regierung und besonders von Finanzminister Hans Eichel (SPD).

Na klar, ein voller Erfolg, sicherlich, hahaha. Für Apax.

Apax führte die Firma in eine Holding namens Authentos ein, die den Kaufpreis erwirtschaften sollte, zog aber gleichzeitig Geldmittel aus dem Gewinn der damals profitablen Bundesdruckerei ab.

So macht man erfolgreiche Geschäfte: ein Unternehmen übernehmen ohne eigenen Kapitaleinsatz, das Unternehmen den eigenen Kaufpreis aufbringen lassen (wie pervers ist denn das?), aussaugen, und hinterher die leere Hülle wegwerfen.

Das Konzept geriet bereits 2002 in eine gefährliche Schieflage, in der der Bund seine gesamten Forderungen stunden musste. Authentos wurde zum symbolischen Preis von einem Euro verkauft, während die Bundesdruckerei geschrumpft wurde. Zur Zeit der Privatisierung beschäftigte der Staatsbetrieb 3650 Mitarbeiter, heute arbeiten bei der Privatfirma 1450 Mitarbeiter, wobei Tochterfirmen wie D-Trust mitgezählt sind.

Ein voller Erfolg für die Heuschrecke, wahrscheinlich nicht ganz so schön für die betroffenen Mitarbeiter.
Es sieht so aus, als wenn Irgendwelche anonymen Verantwortlichen in diesem Staat ein (eigenes?) Interesse daran hatten, Volksvermögen wie die Bundesdruckerei unter derart dubiosen Umständen einer Heuschrecke zuzuschanzen, ohne daß überhaupt der Kaufpreis (ob dessen Höhe überhaupt angemessen war, steht ja auch nicht einmal fest) reinkommt.
Was für zynische Strippenzieher da in der Regierung und in den Ministerien sitzen, solche Machenschaften bewußt und vorsätzlich zu inszenieren.

So viele Fragen, und in den Medien findet sich natürlich keine Aufklärung durch investigative ‘Qualitätsjournalisten’:
- Wer war damals verantwortlich für dieses Debakel?
- Wer hat den damaligen Verkaufsvertrag für den Staat rechtswirksam unterschrieben?
- War es Korruption? Unfähigkeit? Oder eine Mischung aus beidem? Korruption bei den Unterhändlern und Unfähigkeit beim verantwortlichen Vertragsunterzeichner? Oder umgekehrt? Mit Unfähigkeit allein ist das ganze nicht rational erklärbar.
- Ist verdeckt Lobbyistengeld geflossen? Wieviel? An wen?

Über den Kaufpreis wurden in einer Mitteilung der Bundesdruckerei ( http://www.bundesdruckerei.de/de/presse/presse_meldungen/pm_2008_09_09.html) keine Angaben gemacht, doch soll die Summe sehr niedrig sein, da gestundete Forderungen des Bundes in Höhe von 300 Millionen Euro als Einzahlung abgerechnet werden.

Keine Angaben zum Kaufpreis.
Ein weiteres Indiz dafür, dass der ganze Deal damals nicht korrekt lief und auch der jetzige Deal in seiner wirtschaftlichern Abwicklung stinkt.

Wieviel hat diese Hin-und-her-Schweinerei den deutschen Steuerzahler letztlich gekostet?

Kann man mal bitte eine Abrechnung mit den relevanten Zahlen sehen?

Nein?
Na ja, Transparenz ist in einer Bananenrepublik eben nicht üblich.